
06.03.26 –
Die WHO ist besorgt über die Tatsache, dass hart erkämpfte Frauenrechte global gesehen stark unter Druck stehen. Wir bewegen uns demnach also eher rückwärts. Der 8. März hat nichts an seiner Aktualität verloren, um auf die Herausforderungen aufmerksam zu machen, die Frauen weltweit nach wie vor bewältigen müssen. Der Internationale Frauentag erinnert uns nicht nur an die Errungenschaften, die Frauen im Laufe der Jahre erkämpft haben, sondern auch an die persistierenden Ungleichheiten und sozialen Missstände, die es noch zu beseitigen gilt. Und natürlich auch um sich solidarisch mit denen zu zeigen, die Gewalt erfahren und starke Beeinträchtigungen in ihrem Lebensumfeld erfahren.
Gewalt gegen Frauen bleibt weltweit ein drängendes Problem. Laut aktuellen Berichten sind etwa eine von drei Frauen in ihrem Leben von physischer oder sexueller Gewalt betroffen. Diese erschreckenden Zahlen verdeutlichen die Dringlichkeit, präventive Maßnahmen zu ergreifen und Betroffenen Unterstützung zu bieten. Es ist Zeit für eine gesellschaftliche Kehrtwende, bei der nicht nur rechtliche Rahmenbedingungen gestärkt werden, sondern auch soziale Normen, die Gewalt legitimieren, hinterfragt und geändert werden.Allein in Deutschland wurden im Jahr 2024 laut Kriminalstatistik 308 Frauen und Mädchen gewaltsam getötet, häufig durch Partner oder Ex-Partner. Insgesamt gab es 265.942 Fälle häuslicher Gewalt, und fast drei Viertel der Opfer waren Frauen und Mädchen. Fachleute sprechen deshalb davon, dass nahezu jeden Tag eine Frau durch ihren Partner oder Ex-Partner getötet wird. Gleichzeitig ist die Dunkelziffer hoch, weil viele Betroffene keine Anzeige erstatten.
Gender Pay Gap: Trotz der Fortschritte in vielen Bereichen herrscht im Berufsleben nach wie vor eine gravierende Lohndiskriminierung. Frauen verdienen im Schnitt immer noch weniger als Männer – der Gender Pay Gap ist eine Realität, die nicht ignoriert werden kann. Um Gleichheit zu fördern, müssen Unternehmen nicht nur transparente Gehaltsstrukturen einführen, sondern auch gezielt Frauen in höheren Positionen fördern und unterstützen. Der Gender Pay Gap zeigt, dass Frauen in Deutschland im Jahr 2025 durchschnittlich 16 Prozent weniger pro Stunde verdienen als Männer. Das entspricht rund 4,24 Euro weniger pro Stunde. Selbst wenn Faktoren wie Beruf, Qualifikation oder Arbeitszeit berücksichtigt werden, bleibt ein Unterschied von etwa 6 Prozent, der nicht erklärt werden kann.
Frauen in Führungspositionen: Die gläserne Decke durchbrechen. Die Präsenz von Frauen in Führungspositionen bleibt unzureichend. Während viele Unternehmen ihr Engagement für Diversität und Inklusion proklamieren, zeigen die Zahlen oft ein anderes Bild. Nur ein Bruchteil der Führungsetagen ist weiblich besetzt. Gesetzliche Quoten können ein erster Schritt sein, um diese gläserne Decke zu durchbrechen. Doch ebenso wichtig ist es, eine Unternehmenskultur zu etablieren, die Frauen ermutigt und unterstützt, Führungsrollen zu übernehmen.
Fehlende Sichtbarkeit in Politik und öffentlichen Ämtern: In der Politik sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Während die Stimmen von Frauen in vielen Gesellschaften lauter werden, bleibt ihre Sichtbarkeit in politischen Ämtern oft hinter den Erwartungen zurück. Durch gezielte Initiativen und Programme zur Förderung weiblicher Kandidatinnen müssen Barrieren abgebaut werden, um einen fairen Zugang zu politischen Ämtern zu gewährleisten. Der Blick in die Fraktionen des Oelder Rates zeigt die männliche Dominanz sehr eindrücklich.
Darum geht es Gemeinsam für Gleichheit
Der Weltfrauentag ist eine Aufforderung an alle, sich für die Rechte und Bedürfnisse von Frauen einzusetzen. Veränderung beginnt vor der eigenen Tür: Ob im Berufsleben, im politischen Raum oder im alltäglichen Umgang – jeder von uns kann dazu beitragen, die Gleichstellung der Geschlechter voranzutreiben. Nur gemeinsam können wir eine Zukunft schaffen, in der Frauen in allen Lebensbereichen die gleichen Chancen und Rechte genießen. Am 8. März und darüber hinaus: Lasst uns für eine gerechtere Welt kämpfen!
Unsere konkreten politischen Forderungen haben wir hier zusammengefasst:
www.gruene.de/artikel/am-8-maerz-ist-frauentag-aus-wut-wird-widerstand
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